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18. Februar 2022

13 Millionen Euro für eine Hotline – mehr fällt Regierung zur psychosozialen Hilfe von Jugendlichen nicht ein

13 Millionen Euro wollen Gesundheitsminister Mückstein, Bildungsminister Martin Polaschek und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm für psychosoziale Hilfen für Kinder und Jugendliche bereitstellen. Doch wie bereits bei anderen Ankündigungen der vergangenen Monate, dürfte dies der nächste Rohrkrepierer der Bundesregierung sein, denn was mit dem Geld genau passieren soll, wurde noch nicht verraten. Viel mehr als ‚es wird eine Hotline geben‘ ist nicht dazu gesagt worden, obwohl laut Staatssekretärin der Hut bereits brennen würde.

Bundesobmann Maximilian Krauss

Bundesobmann Maximilian Krauss

„Mit Geld allein kann man sich keine Gesundheit kaufen, wenn nicht in die Infrastruktur investiert wird. PR-tauglich die Summe von 13 Millionen Euro in den Raum stellen und eine Hotline unter dem Titel ‚Gesund aus der Krise‘ präsentieren – vermutlich von einem vorangegangenen Arbeitskreis als Geniestreich erdacht – wird jedoch nichts an der dramatischen Situation ändern, in der sich viele Kinder und Jugendliche aktuell befinden“, ärgert sich der Bundesobmann der Freiheitlichen Jugend Maximilian Krauss.

„Jugendpsychiater und -Psychologen warnen schon seit Jahren davor, dass es Engpässe im Bereich der psychiatrischen und psychologischen Betreuung von Kindern gibt, die Pandemie hat die Situation noch zusätzlich verschärft und der Bundesregierung fällt dazu gerade einmal eine Hotline ein? Gesundheitsstadtrat Hacker ist nun dringend gefordert, vom Bund Geld aus diesem Topf für den Ausbau der psychosozialen Hilfe in Wien zu verlangen. Das bedeutet: mehr kinder- und jugendpsychiatrische Stationen in den Spitälern sowie einen leichteren und vor allem kostenfreien Zugang zu Therapeuten“, fordert Krauss. Er betont, dass es von besonderer Wichtigkeit ist, gerade in diesem Bereich keine Kosten und Mühen zu scheuen, um den jungen Menschen, die Hilfe benötigen, diese auch anzubieten.

„Es wäre ebenfalls sinnvoll, eine breit angelegte Info-Kampagne zu starten, um das Thema sichtbar zu machen und gleichzeitig zu enttabuisieren. Die Hemmschwelle, sich im psychosozialen Bereich Hilfe zu suchen, ist immer noch groß. Als Politik ist es unsere Aufgabe, Werkzeuge zu etablieren, um den Betroffenen die Scheu zu nehmen“, betont der Bundesobmann der Freiheitlichen Jugend Österreich.

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