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06. Juni 2018

Zusammenarbeit statt Klassenkampf

Pathetisch und mit schauspielerischem Talent versammelten sich gestern Vertreter der Sozialistischen Jugend vor dem Linzer Landhaus, wo sie mit Hammer, Sense und Arbeitskleidung aus dem 19. Jahrhundert gegen die Einführung des 12-Stunden-Tages protestierten. „Der bemühten schauspielerischen Darbietung zolle ich durchaus Respekt, jedoch sind die Argumente der Demonstranten ewiggestrig“, reagiert der Landesobmann und geschäftsführende Bundesobmann des Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ), Bundesrat Dr. Michael Raml auf den Vorwurf, mit der Einführung des 12-Stunden-Tages gehe man in das 19. Jahrhundert zurück.

„Das Gegenteil ist nämlich der Fall“, erklärt der Jungpolitiker, „ans 19. Jahrhundert erinnert lediglich die Politik der SJ, die auf Klassenkampf und Leistungsfeindlichkeit setzt, anstatt sich für ein Miteinander zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern einzusetzen. Wir brauchen endlich ein Ende des gegenseitigen Ausspielens und müssen alle an einem Strang ziehen, damit Österreichs Wirtschaft auch weiterhin im internationalen Spitzenfeld zu finden ist. Davon profitieren die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber.“

„Der vorhandene Wohlstand in Österreich ist den Leistungen unserer Eltern und Großeltern zu verdanken“, verweist Raml darauf, dass die FPÖ den gesetzlichen 8-Stunden-Arbeitstag und die 40-Stunden-Arbeitswoche garantieren. „Geplant ist vielmehr, die Möglichkeit dafür zu schaffen, mittels Überstundenauszahlung mehr zu verdienen oder eine familienfreundliche Auszeit drei Tage hintereinander zu erhalten. Wer freiwillig und flexibel tageweise länger arbeiten will, soll dies auch gut und mittels Überstunden bezahlt erhalten. Statt bisher 10 Stunden (Gleitzeit) sollen in Zukunft flexibel und freiwillig bis zu 12 Stunden täglich bei 40 gesetzlichen Wochenarbeitsstunden möglich werden. Wer einen familienfreundlichen Zeitausgleich will, kann diesen auch wählen und drei Tage hintereinander frei haben“, erinnert Raml die sozialistische Jugend abschließend daran, „dass die Grundlage für diese Regelung auch im sozialistischen ‚Plan A‘ , der noch vor einem Jahr von SPÖ-Vorsitzenden Kern präsentiert wurde, zu finden ist.“ 

„Genau dieses Miteinander passiert jetzt seit der Regierungsbeteiligung der FPÖ“, betont Raml. Man spiele die beiden Seiten nicht mehr gegeneinander aus, sondern es werde nun endlich verstanden, dass Wohlstand nur in einer leistungsfreundlichen Umgebung geschaffen werden kann, wo Unternehmer und Arbeitnehmer an einem Strang ziehen. „So ist der 12-Stunden-Tag auch keine Verpflichtung, er bietet lediglich die Möglichkeit, dass diejenigen, die mehr leisten wollen, auch mehr leisten können“, erläutert der freiheitliche Bundesrat die geplante Regelung.

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