Skip to main content
12. Mai 2020

Wiener Bildungsstadtrat muss Beschwerden der Lehrer in puncto Gesundheit an Schulen ernstnehmen und handeln

Lehrer warnen: Schulen auch für Teilöffnung nicht ausreichend vorbereitet

Am kommenden Montag sollen die Schulen in Wien zumindest im Teilbetrieb wieder aufsperren. Doch nun übt Thomas Krebs, der Vorsitzende der `Personalvertretung der Wiener LandeslehrerInnen an Pflichtschulen´, Kritik an der für die Schulerhaltung zuständigen MA56. Die Schulen seien demnach nur unzureichend vorbereitet, da es in vielen Klassen keine Wasseranschlüsse zum regelmäßigen Händewaschen gebe, das zur Verfügung gestellte Desinfektionsmittel längst nicht ausreiche sowie für die zur Verfügung gestellten Spender nicht passend und damit die Nutzung unpraktikabel sei und Schutzmasken erst zusammengesetzt werden müssten. Zudem prangert Krebs in seinem offenen Brief an Bildungsstadtrat Jürgen Czeronhorszky an, dass für die Desinfektion der Klassen nun ebenfalls die Lehrerinnen und Lehrer zuständig seien.

„Ich habe keinen Zweifel, dass die Vorwürfe von Thomas Krebs den Tatsachen entsprechen“, so der FJ-Bundesobmann Maximilian Krauss, der von Czeronhorszky fordert, sofort zu handeln und die Mängel zu beheben. „Lehrpersonal wie Schüler müssen geschützt werden, wollen wir Schulen nicht zu Hotspots einer neuerlichen Verbreitung des Virus machen. Jedes Geschäft und zukünftig jedes Lokal muss dafür sorgen, dass sich Kunden desinfizieren können. Wieso soll man ausgerechnet bei öffentlichen Einrichtungen wie Schulen anders verfahren, als man es von Unternehmern verlangt“, fragt Krauss. Gleichzeitig findet es der Freiheitliche erschreckend, dass nicht alle Grundschulklassen mit Waschbecken und Seife ausgestattet sind. „Nicht nur in Corona-Zeiten ist regelmäßiges Händewaschen von großer Bedeutung. Um den Kindern die Möglichkeit zu geben, dieser hygienischen Maßnahme regelmäßig nachzukommen, ist eine Nachrüstung unabdingbar.“

„Im Schnitt wird jeder Wiener Schüler bis zu den Sommerferien noch 14 Tage die Schulbank drücken. Da muss gewährleistet sein, dass die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum reduziert wird – das können die Wiener Eltern ebenso wie die Lehrer erwarten“, erinnert Krauss, dass sich bis dato jeder vorbildlich an die Regeln der Bundesregierung gehalten hat und dies nun auch von der MA56 einfordert. „Wenn hier nicht rasch gehandelt wird und die Schulen entsprechend aufgerüstet werden, war die Disziplin des Einzelnen durch den sorglosen Umgang der Stadtregierung umsonst! Offenbar hat man innerhalb des Bildungsressorts den Lock-Down für Urlaub genutzt, anstatt sich über die Zukunft Gedanken zu machen und notwendige Vorbereitungen zu treffen“, hält Krauss abschließend fest.

© 2020 Ring Freiheitlicher Jugend. Alle Rechte vorbehalten.