
Das österreichische Parlament hatte im Zuge der Februarkämpfe 1934 zwischen dem vom Austrofaschismus instrumentalisierten Berufsheer und den Sozialdemokraten ein prominentes Opfer zu beklagen. Koloman Wallisch, steirischer Landesparteisekretär und Nationalratsabgeordneter, wurde von einem militärischen Standgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet. Jahrzehntelang wurde er im Rahmen der sozialdemokratischen Traditionspflege nach 1945 verehrt und war ein Blutzeuge gegen ein Berufsheer. Aktuell scheint er auf Grund der aktuellen Pro-Berufsheer-Kampagne von Bundeskanzler Werner Faymann und Verteidigungsminister Norbert Darabos (beide SPÖ) in Vergessenheit zu geraten.